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Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Forschungs- und Technologiepolitik für Wohlstand in gesellschaftlicher Verantwortung.

Neben der schon traditionell gewordenen Konkurrenz zwischen hoch entwickelten Industrieländern um die Wissenschafts- und Technologieführerschaft beginnen sich Innovationssysteme in Asien sowie in Osteuropa neu herauszubilden. Vor diesem Hintergrund muss Österreich seine Standortqualität für Forschung und Technologie weiter erhöhen und international sichtbare Kapazitäten aufbauen. Österreich hat einen erfolgreichen Aufholprozess absolviert. Um unsere Position weiter zu verbessern, müssen wir uns nun an den dynamischsten Innovationssystemen orientieren - uns an den Besten messen.

Die aktuellen starken Umbrüche im internationalen Kontext von Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik stellen substanzielle Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung des österreichischen Innovationssystems dar. Die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Wirtschaft stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze.
Strategische Leitlinien des BMVIT 2010.

Öffentlich finanzierte Forschung oder staatliche Eingriffe in Innovationssysteme sind dann gerechtfertigt, wenn Momente des Markt- oder Systemversagens vorliegen - wenn wissenschaftliche Potenziale nicht genutzt, Risiken unterbewertet werden oder in für eine nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung essenzielle Forschungsbereiche zu wenig investiert wird. Kürzere private Planungszeiträume und die Verantwortung für den sozialen Nutzen erfordern Impulse von staatlicher Seite. Dabei lässt sich das BMVIT von nachstehenden Handlungslinien leiten:

Exzellenz in Wissenschaft und Wirtschaft
Die erfolgreichen Programme der letzten Jahre waren auf technologische Spitzenleistungen und risikoreiche Forschung ausgerichtet. Diese Programme sind im Einklang mit der vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung formulierten "Exzellenzstrategie" weiterzuentwickeln. Die Etablierung industrieller Exzellenzzentren auf europäischem Niveau ist ein Ziel dieser Strategie, besonders angesprochen sind Querschnittstechnologien wie IKT, Nanotechnologie, industrielle Technologien, neue Materialien. Diese Exzellenzstrategie ist angesichts des Kampfes um die besten Köpfe durch eine Strategie zur Mobilisierung von Humanressourcen in der angewandten Forschung und der Realisierung von Chancengleichheit zu unterstützen.
Sektorale Innovationssysteme und Cluster
Neue gesellschaftliche Bedürfnisse sollen mithilfe eines breiten Mix an Maßnahmen in wirtschaftliche Spezialisierungsvorteile transformiert werden und dadurch zum Aufbau beziehungsweise der Stärkung von wettbewerbsfähigen industriellen Clustern in Österreich beitragen.
Thematische Impulse sollen in den Bereichen

  • der neuen Missionsfelder wie Energie und Umwelt, Nachhaltigkeit, Verkehr/Mobilität, Sicherheit,
  • der neuen Infrastruktursysteme, wie Galileo oder IT und
  • der politisch determinierten Märkte, wie die Raumfahrt oder die Luftfahrt

gesetzt werden

Forschungsförderung - konsolidieren und fokussieren
Die Erhöhung der Forschungsintensität über die letzten Jahre muss fortgesetzt und die Ausgabensteigerungen müssen bei einer Zuwachsrate von etwa 8 bis 9 Prozent pro Jahr verstetigt werden um das 3-Prozent-Ziel zu erreichen. Mittelfristig ist eine Weiterentwicklung der Instrumente, um den Risikoaspekten Rechnung zu tragen und zur Unterstützung der Exzellenzstrategie, erforderlich. Flankierend dazu muss die Treffsicherheit und Selektivität der öffentlichen F&E-Ausgaben weiter erhöht werden, um einerseits private Folgeinvestitionen in F&E ("höhere Hebelwirkung") und andererseits Projekte mit höherem Innovationsgehalt bei den Unternehmen anzuregen. Die begonnene Verbesserung des Programm-Portfolios der neu geschaffenen Förderungseinrichtungen muss weiter vorangetrieben werden.

New Public Governance
Zur Verbesserung der Governance der österreichischen FTI - Politik und der Erhöhung der Effektivität des Managements wird eine Verbesserung der horizontalen Politikkoordination angestrebt. Benchmarking im internationalen, europäischen und multilateralen Zusammenhang und der Aufbau von Strukturen und Instrumenten für die strategische Steuerung und outputorientierte Performance-Messung sind ebenso Teil dieser strategischen Linie wie Monitoring, Vorausschau und Folgenabschätzung beziehungsweise Wirkungsanalyse.

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Radetzkystraße 2
1030 Wien
Tel: +43 (0) 1 711 62 65 0
Internet: www.bmvit.gv.at


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